Blaufränkisch Pfaffenberg, 2011, Thomas Perger

Perger, CarnuntumFürs Auge dunkles Granat, opaker sehr dunkler Kern. In der Nase tabakige Noten, Pilze, feuchter Waldboden, mit Luft Kirschlikör und etwas Waldbeere, fest aber nicht sehr komplex. Am Gaumen wieder Kirsche und etwas Waldbeere, darunter dunkle Würze, etwas Espresse und Milchschokolade, bricht ein wenig weg, süß-schmelzig am Schluss, etwas rauhe Tannine, mittellang.

Ein eher einfacher Speisenbegleiter, so könnte man sagen. Recht schön definiert aber kein Solist, der unsere Gaumen mit großen Gesängen beeindrucken könnte. Passend und harmonisch zum dunklen Fleisch oder zu einer würzigen Pasta. Vielleicht ist er auch noch etwas jung und man sollte ihn noch ein halbes Jahr liegen lassen, obgleich ich die große Lagerfähigkeit bezweifle. Kaufempfehlung? Muss nicht sein. Für alle die das aber gerne wollen: die Kosten liegen bei etwa € 12,-, was wir auch für die obere Grenze halte.

Thomas Perger, ein junger aufstrebender Winzer aus dem Carnuntum, wurde von den Weinpresse-Lesern zum Weinpresse-Winzer-des-Jahres 2013 gewählt. Vielleicht auch nicht ganz zu unrecht, denn als einer der will und auch das seine dazu tun würde, könnte man ihn schon bezeichnen. Er erzeugt etwa 20.000 Flaschen im Jahr, die er weitgehend über die beiden Heurigen vertreibt, die von ihm und der Familie betrieben werden. Der  sympathische Selbermacher unter den Winzern hat einen hohen Anspruch an sich selbst und an das Qualitätslevel seiner Produkte.

Verkostet im Jänner 2013
Bild: Perger

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