Blaufränkisch Edelgrund, 2009, Paul Achs

Paul Achs

Paul Achs

Im Glas dunkles sattes Purpur mit hellroten Reflexen, kleiner Wasserrand. In der Nase viel Cassis, Dörraromen. Am Gaumen Brombeere, ein wenig Weichsel, spürbare Säure, Dörraromen, etwas Vanille, nicht allzu breit. Mittellang.

Nicht so wirklich interessant der Edelgrund, aber vielleicht ist er auch einfach noch zu jung? Wir sind ein wenig enttäuscht, denn man könnte auch mehr erwarten -für einen Wein um die € 13,-. Knappe drei Spirits vergibt die Verkosterrunde. Kaufen? Ja, schon, aber zum liegen lassen und in einem Jahr wieder probieren.

Dort am Neusiedlersee bewirtschaftet er über 22 ha Rot und Weiss. Im Bereich Weiss eher Sauvignon Blanc und Chardonnay, beim Roten sind es die Sorten Blaufränkisch, Zweigelt, St. Laurent und Pinot Noir. Der Betrieb ist biodynamisch und dieses Thema nimmt der Winzer sehr ernst, schon deshalb, weil es für ihn die logische Konsequenz des ursprünglichen Gedankens ist, der Wein müsse einfach schmecken wie er ist – und nicht wie er sein könnte. Eine Einstellung, die ich sehr passend und auch sympathisch finde. Die jährliche Geschichte seines Weines erzählt er wie folgt: „Nimm auf, was er erzählt, versucht es spannend zu strukturieren, verdichtet auf das Wesentliche. Ablenkendes wird reduziert, Schlüsselstellen werden hervorgehoben, Unwesentliches entfernt. Am Ende halten wir eine Flasche Wein in Händen, die in ihrem Innersten all das offenbart, was berührt, angestrahlt, befeuchtet und bewegt hat.

Verkostet, am 1.8.2012
Foto: Paul Achs

 

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