Blaufränkisch, 2011, Gernot Schreiner

Gernot Schreiner, Rust, Neusiedlersee-HügellandDunkles dichtes Rubingranat, opaker fast schwarzer Kern. In der Nase, dicht und verwoben,  Weichsel, Anflüge von Powidl, rote Waldbeeren, etwas Butter, auch ätherische Komponenten. Am Gaumen frische rote Frucht, fest verwoben, Weichsel, etwas festerer Kern, süße rote Beeren, später auch Ribiselmarmelade, Espresso und Kakao, Herzkirsche, Vanille. Nicht zu lang am Gaumen.

Ein spannender Kandidat, momentan wirkt er nicht zu kräftig und nicht zu komplex. Aber wie wir wissen, sind die Weine Gernot Schreiners immer mit einem Gimmick versehen. Er bringt genug Raffinesse mit, um unseren Abend schön zu gestalten. Trotz seiner Zugänglichkeit wirkt er dicht und kräftig, niemals einfach oder banal und was seine Zukunft angeht, da würde ich einfach mal abwarten. Die Verkosterrunde diskutiert lange ob der Sternevergabe, denn nicht immer ist das klar zu sehen. Vielleicht kein Wein für die Ewigkeit aber ganz sicher darf er auch noch etwas Zeit bekommen –  aber die gute Nachricht ist, wir dürfen ihn auch heute Abend aufmachen und uns den Abend von ihm verschönern lassen. Kaufempfehlung? Ja, durchaus. Etwas Luft geben und trinken oder auch noch ein wenig warten. Die Kosten für diese Flasche liegen unter € 10,-, das ist doch schon ein Lichtblick, oder?

Gernot Schreiner aus Rust am Neusiedlersee, einer der wenigen Winzer, die ihre Weine nach Bio-Standard machen. Einer derjenigen, die ihre Sache wirklich ernst nehmen und eher zu viel machen als zu wenig. Die Weinpresse hat ihn besucht und er hat ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert. Das Winzerportrait finden sie hier. Lesen Sie, es lohnt sich.

Verkostet, am 6.4.2013
Bild: martin@fueloep.com

Spirits:

Comments are closed.

DieWeinpresse located at Wien , 1020 Wien, Austria . Reviewed by 4793 Reader rated: 4.8 / 5