Blaufränkisch Reserve FassZwölf, 2013, Thom Wachter

Thom Wachter Eisenberg Burgenland österreichKräftiges Rubinrot mit granatroten Reflexen und gemächlich abfließende Schlieren am Glasrand schmeicheln dem Betrachter. Beinahe wild und ungestüm strömt die Aromenvielfalt aus dem Glas und fordert den Geruchssinn – rote Früchte, schwarze Beeren, erdig subtile Schiefer- und Feuersteinnoten, würzige Gartenkräuter, ein Hauch von Hibiskus und ein sehr dezenter Touch von dunklen Tabakblättern. Innerhalb kürzester Zeit verschmelzen diese Aromen zu einem anregenden Geruchsbild, das wilde Frische und Würze versprüht. Am Gaumen wieder würzig und frisch, mit beerenfruchtigem Körper, sehr gut eingebundenen Tanninen, angenehmer Mineralik und dezent salzigen Komponenten. Eine gelungene, sehr kräftige, aber auch sehr trinkige Gesamtstruktur mit kultiviert animalischem Charakter! Der lange, gut strukturierte Abgang wirkt kompakt und erfrischend. Er überzeugt außerdem mit Charme und Finessenreichtum. Laut ist er, der Nachklang, aber nicht unkultiviert, sondern vielmehr raffiniert.
Für FASSZWÖLF wurden die besten Fässer des Jahrgangs selektioniert. Und obwohl dieser Wein mit sehr gutem Trinkfluss überzeugt, befindet er sich erst auf beginnender Trinkreife. Das vorhandene Potential wird diese Reserve innerhalb der nächsten Jahre zu einer ziemlich großen Reserve heranreifen lassen. Also, ab in den Keller! Fazit: Ich kann nicht anders, es muss sein, ich vergleiche einen Wein mit einem Auto. FASSZWÖLF erinnert mich an eine Dodge Viper – laut, weil voller Power; ungestüm, weil unverfälscht und echt; bleibt in Erinnerung, weil einzigartig und genau deshalb gebühren dem  FASSZWÖLF volle fünf Spirits! Schreiberling, was willst du noch? FASSZWÖLF im Keller und den Zehnzylinder von Dodge in der Garage …
Thomas Wachter hat das Handwerk des Weinbaus von Grund auf gelernt und darüber hinaus darf er auch, nach erfolgreichem Abschluss der österreichischen Weinakademie, den Titel des Weinakademikers für sich beanspruchen. Auch in seiner Funktion als Gastwirt, hatte das Thema Wein stets höchste Priorität. Um seiner Leidenschaft und Berufung nachkommen zu können, entschloss er sich, seine eigenen Weine zu keltern, welche als Weine Thom Wachter vermarktet werden. Der südburgenländische Eisenberg, mit seinen eisenhaltigen Schiefer-, Lehm- und Tonböden, eignet sich bestens zur Kultivierung von Blaufränkisch Reben. Für Thomas Grund genug sich auf diese Rebsorte zu spezialisieren. 
Verkostet im August 2016 von Andy Bigler
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