Blaufränkisch a’Kira, 2009, T.FX.T

Horitschon, Blaufränkisch, ArachonIm Glas kräftiges rubingranat. In der Nase rote Waldbeeren, etwas Casis, Anflüge von Gewürzen. Am Gaumen Kirschen, nicht sehr klar definiert, Orangen, dunkle Beeren, nicht sehr viel Tiefgang, bittere Anklänge, leicht alkoholisch, mittelbreit, mittellang.

Hier zeigt sich: große Namen stehen nicht zwangsläufig für besonderen Weingenuss. Dieser Kollege hier, erscheint am Gaumen ohne Unterboden und Basis, fällt auseinander, erweist sich als inhomogen und am Ende enttäuschend. Ein bedeutender Name, leider keine Entdeckung. Vielleicht hätte er noch Zeit gebraucht. Vielleicht sollte er noch lagern, ruhen, ausreifen. Die Verkosterrunde findet für die hier geöffnete Flasche zwei Spirits zu vergeben. Allerdings durchaus auch eine Kaufempfehlung: vielleicht, mit ein wenig Lagerzeit, steht die Überraschung noch aus.

Dieses Weingut ist ein Zusammenschluss von drei großen Namen: Szemes, F.X. Pichler und Tement, diese Drei schaffen hier Großes. Mit Vertragswinzern, mit Kellermeister Wolf Gregor, bieten sie aber nur zwei Weine an. Wenig Angebot, viel Exklusivität. Die Weingärten sind in Horitschon zu finden, die dortigen Böden sind schon von ihrem Wasserspeichervermögen geradezu ideal für den Ausbau des Blaufränkisch. “Der ARACHON T.FX.T Reife­keller ist in sei­ner „Eigen­heit“ et­was ganz Be­son­de­res: In­spira­tion für Genie­ßer, Initia­tor und Motor für eine ganze Region und eben­erdi­ge Hei­mat von über tau­send 225-Liter-Eichen­fässern auf 1.500 Quadrat­metern.“, so erzählen die Protagonisten über ihren Keller.

Verkostet, im Winter 2014
Bild: T-FX-T

Spirits:

3 comments on “Blaufränkisch a’Kira, 2009, T.FX.T

  1. Haben den Wein auch erst kürzlich verkostet, können uns aber dieser Kritik ganz und gar nicht anschließen!

  2. Na, vielleicht haben wir ja eine schlechte Flasche erwischt. So wie er sich bei uns präsentiert hat war er auch jeden Fall nicht so herausragend. Schade auf jeden Fall, die Vorfreude war groß.

  3. Ich habe die T.FX.T – Weine regelmäßig in meinem Verkostungsprogramm. Im Dezember auch den Blaufränkisch a’Kira 2009 und auch meine Begeisterung hält sich in Grenzen, da ich wesentlich „ehrlichere“ und auch wesentlich sortentypischere Weine an diesem Tag verkosten durfte. Die waren halt alle von kleineren Winzern, die nicht so einen klingenden und medienwirksamen Namen führen.

    Aber „Blindverkostungen“ sorgen immer für Überraschungen und mir entlocken sie oftmals auch noch einen hämischen Grinser, wenn ich mir die Gesichter der Verkoster ansehe …

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