Alles anders im neuen Jahr!

Sarah Schrödl, Low CarbWieder geht ein Jahr zu Ende und schon klopfen die guten Vorsätze an die Tür. Für viele von uns scheint der Jahreswechsel der perfekte Moment zu sein, um sich von alten Gewohnheiten zu verabschieden und diese durch neuere und effektivere zu ersetzen. Ganz oben auf der Vorsatzliste steht natürlich der Wunsch, sich im neuen Jahr gesünder zu ernähren oder sogar ein paar Kilos abzunehmen.

Viele von Ihnen haben sicher schon bemerkt, dass der gute Vorsatz oft so schnell gefällt wird, wie sein Scheitern eintritt. Um dem entgegen zu wirken, ist es sinnvoll, sich rechtzeitig zu informieren und realistische Ziele zu setzen. Ein „3 Desserts zum Silvesteressen sind schon in Ordnung – ab morgen esse ich eh nichts Süßes mehr…“ ist leider – so sehr wir uns es auch wünschen – nicht der richtige Weg zum Ziel. Um Ihnen den Sprung ins neue Jahr ein bisschen zu erleichtern, möchte ich Ihnen in den nächsten Wochen verschiedene Ernährungsformen und Diäten vorstellen, beginnend mit dem Prinzip der Low Carb-Ernährung.

Low Carb ist derzeit in aller Munde. Der US-Ernährungstrend, der nun seit geraumer Zeit auch in Europas Haushalten kursiert, bezeichnet eine Form der kohlenhydratreduzierten Ernährung. Doch Kohlenhydrate zählen zu den Grundnährstoffen und wichtigsten Energielieferanten für unseren Körper. Wieso soll man diese dann reduzieren, wie werde ich satt und woher bekommt mein Körper die Energie, die er benötigt, wenn Nudeln, Brot & Co gestrichen werden? Den Fehler, den viele von uns machen, die zum ersten Mal von Low Carb lesen oder hören, ist, Low Carb mit No Carb zu verwechseln. Es geht keineswegs darum sich nur noch von Fleisch, Obst und Gemüse zu ernähren, sondern erstmals zwischen „guten“ und „bösen“ Kohlenhydraten zu unterscheiden. Die bösen, wie Weißbrot, Reis, Erdäpfeln und Nudeln werden weitestgehend aus dem Speiseplan entfernt, um stattdessen zu guten Kohlenhydraten, wie Naturreis, Vollkorn- und Dinkelprodukten zu greifen. Diese machen nicht nur satter, sondern versorgen Ihren Körper zusätzlich mit Mineralien und Vitaminen.

Nichtsdestotrotz spielen gesunde Fette, Proteine, Ballaststoffe und Vitamine die Hauptrolle in dieser Ernährungsform. Füllen Sie ihren Einkaufsworb so kunterbunt wie möglich. Von Fisch, Geflügel, magerem Fleisch bis zu Obst- und Gemüsesorten, Hülsenfrüchten, Nüssen und Milchprodukten ist alles erlaubt. Jedoch sind sich Ernährungswissenschaftler wie bei jeder Diät unschlüssig, ob diese auch wirklich so gesund sind, wie sie angepriesen werden.

Ein Vorteil dieser fett- und eiweißreichen Ernährung wäre, dass diese besser sättigt und den Blutzucker niedrig hält, was bedeutet, dass Sie weniger Lust auf Süßes haben und sich von Heißhungerattacken verabschieden können. Des Weiteren benötigt unser Stoffwechsel für die Verdauung von Eiweiß mehr Energie, als für die von Kohlenhydraten. Das führt zu einer geringeren Anlagerung von Fett. Bei mehreren Studien hat sich herausgestellt, dass sich die Teilnehmer einer Low Carb-Ernährung viel energiegeladener und besser gelaunt fühlten.

Viele aber sehen das Low Carb-Prinzip als einseitige Fehl- und Mangelernährung, was aber vermieden werden kann, wenn Sie nicht alle Kohlenhydrate aus Ihrem Leben verbannen. Low Carb soll auch ein Auslöser für Müdigkeit und Abgeschlagenheit sein, allerdings nur in der Phase der Ernährungsumstellung. Dabei muss beachtet werden, dass sich hinter jeder Ernährungsumstellung eine Eingewöhnungsphase für unseren Körper verbirgt, die uns oft übel mitspielen kann. Der Tipp ist: Dran bleiben! Nach ein bis zwei Wochen ist der Spuk vorbei.

Probieren Sie es aus und Sie werden spüren, dass Kohlenhydrate Ihrem Körper gar nicht so sehr fehlen werden, wie Sie vielleicht zu Beginn denken würden!

Text und Bild: Sarah Schrödl

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